Pressemitteilung:  Update zum CDU-Antrag: Entwicklung der „Alten Apotheke“ (Herrenstraße 1, Schöningen)

16.09.2025

Schöningen In der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Stadtentwicklung am 11.09.2025 stand der Antrag der CDU Fraktion zur Entwicklung der „Alten Apotheke“ auf der Tagesordnung – zumindest Indirekt. Tatsächlich hatte Bürgermeister Schneider eine eigene Vorlage (V90/2025) auf die Tagesordnung gesetzt. Nach seiner Vorstellung sollte die Stadt das Gebäude verkaufen, zusammen mit dem damit verbundenen Entwicklungspotenzial. Nur für den Fall, dass ein Verkauf nicht zustande käme, würde man sich erneut mit dem Antrag der CDU-Fraktion befassen.

Hubertus Meyer nahm für die CDU-Fraktion hierzu Stellung und brachte sein Unverständnis über die Position von Herrn Schneider zum Ausdruck. Zur Erinnerung: Kern des CDU-Antrages war, endlich selbst städtisches Entwicklungspotenzial zu nutzen und beispielsweise Praxisräume in städtischer Trägerschaft zu schaffen (Stichwort: kommunales MVZ) – eine der wenigen Möglichkeiten der Stadt, selbst aktiv der sich stetig verschlechternden ärztlichen Versorgung zu begegnen.

Nun will der Bürgermeister das Gebäude meistbietend versteigern, ohne sich überhaupt darüber Gedanken zu machen, wie man es selbst sinnvoll nutzen könnte.

„Unerklärlich ist für mich jedoch, was Sie Herr Bürgermeister Schneider, dazu bewegt hat, dies als ein Verkaufssignal zu interpretieren“, sagte Meyer und bezog sich dabei auf das neuerliche Interesse privater Investoren an der Immobilie. Er fuhr fort: „Private Investoren […] interessieren sich nicht aus reiner Nächstenliebe für so ein Objekt, sondern planen damit Einnahmen zu erzielen, die die Ausgaben übersteigen – sie erwarten also Gewinn. […] Wenn ein privater Investor sich das zutraut, sollten wir als Kommune auch endlich den Mut haben und die Entwicklung unserer Stadt und des städtischen Eigentums aktiv gestalten“.

Herr Schneider und Herr Fricke erläuterten im Folgenden vor allem, was ihrer Meinung nach nicht möglich wäre und dass alles, was man selbst versuchen würde, zu lange dauern würde. In der anschließenden Abstimmung über den Beschlussvorschlag des Bürgermeisters fand sich für den Verkauf der Apotheke glücklicherweise keine Mehrheit.

Entscheidend wird jedoch sein, wie die Abstimmung in der Ratssitzung am 25.09.2025 ausgeht: Hier können Bürgermeister, SPD und Grüne zeigen, ob sie immer nur andere für die Lösung von Problemen wie dem Ärztemangel verantwortlich machen können, oder ob sie selbst mehr zur Lösung beizutragen haben, als bloße Lippenbekenntnisse.

Downloadbereich